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Pommersche Landsmannschaft

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Heimatpolitische Leitsätze der Pommern
 
Beschlossen von der Pommerschen Abgeordnetenversammlung, am 19. September 1998

Wir Pommern haben uns nach dem Kriege mit vollem Einsatz am Wiederaufbau unserer Aufnahmegemeinden beteiligt und waren darüber hinaus um ein gutes Zusammenleben mit der heimischen Bevölkerung bemüht.

Wir waren aber auch von Anbeginn an bestrebt, verbliebene Verbindungen zu den Menschen in unserer angestammten Heimat nicht abreißen zu lassen und neue Kontakte zu knüpfen, sobald die politischen Gegebenheiten dies zuließen.

Wir erachten es nunmehr auf der Grundlage der Charta der deutschen Heimatvertriebenen von 1950 und dem Manifest der Pommern von 1973 als unsere Aufgabe, mit den uns nachfolgenden Generationen in einem wohlverstandenen europäischen Geist zu einem neuen Miteinander mit den Menschen unseres polnischen Nachbarvolkes zu gelangen.

Als Pommern bekennen wir uns zu unserer Heimat.

Wir fordern, dass unsere Vertreibung als Unrecht anerkannt bleibt und deren Opfer nicht vergessen werden. Wir erwarten eine weltweite Unterstützung für das Recht auf die Heimat als einem universellen Menschenrecht.

Wir fordern die Verurteilung jeglicher Vertreibung und appellieren als leidvoll Betroffene an die Öffentlichkeit, die einschlägigen Bestimmungen des Völkerrechts uneingeschränkt anzuwenden.

Wir setzen uns seit über 50 Jahren für die geschichtliche Wahrheit ein. Politiker, Schulen und Medien haben aus gesamtdeutscher Verantwortung die Verpflichtung, unserem Anliegen Geltung zu verschaffen.

Wir wollen das Recht auf unsere kulturelle Identität gewahrt und gefördert wissen.

Wir halten zur Wahrung der kulturellen Prägung pommerscher Lebensformen in Baukunst, Handwerk und Brauchtum die Errichtung eines pommerschen Freilichtmuseums für erforderlich.

Wir verlangen die Aufarbeitung der noch andauernden Unrechtsfolgen der Vertreibung. Dazu gehört auch die noch ausstehende Eigentumsregelung unter Mitwirkung der Vertriebenen. Die Entschädigungsansprüche haben ihren Entstehungsgrund im Völkerrecht. Sie sind unverjährbar.

Wir erwarten von Presse, Funk und Fernsehen eine umfassende Darstellung der pommerschen Geschichte und eine objektive Berichterstattung über unsere gegenwärtigen Aktivitäten auf allen Ebenen.

Wir suchen regelmäßige Gespräche mit den demokratischen Parteien, den Organisationen und Institutionen und den Kirchen.

Wir unterstützen die deutschen Freundeskreise in Stettin und Hinterpommern. Auf diesem Wege können deren deutsche Sprache und Kultur gefördert und ihre sozialen Belange berücksichtigt werden.

Wir begrüßen die Zusammenarbeit des Sozialwerks der Pommern mit den Johannitern. Beider Leistungen sollten den Spendern und der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

Wir erinnern an die besondere Bindung der Pommern an ihre Kirchen, und wir wünschen deshalb auch deren Unterstützung für unser Anliegen.

Wir stehen gemeinsamen wirtschaftlichen Aktivitäten von Deutschen und Polen in Hinterpommern und Stettin aufgeschlossen gegenüber.

Wir empfehlen unseren Gruppen, Partnerschaften mit landsmannschaftlichen Gruppierungen in Vorpommern anzuknüpfen.

Die Pommersche Abgeordnetenversammlung hält einen offenen Dialog zwischen den deutschen Vertriebenen, vor allem auch der Pommern, und polnischen Repräsentanten über die Vertriebenenproblematik auf dem Boden des Rechts und der Wahrheit für dringend erforderlich. Der Bundesvorstand der Pommerschen Landsmannschaft soll hieran wesentlich mitwirken.